Datenschutz als Kernthema bei “Cloud Computing” und “Software as a Service” Anwendungen

Fragen des Datenschutzes werden zum Kernthema bei “Cloud Computing” und “Software as a Service”-Angeboten. Diese Meinung vertrat Prof. Dr. Fabian Schuster, Fachanwalt für IT-Recht  bei der Jahrestagung des Interdisziplinären Zentrums für Geistiges Eigentum auf dem Saarbrücker Uni-Campus. Schuster verwies auf die Tatsache hin, dass bei Cloud Computing Daten in die “Wolke verschoben” würden und gegebenenfalls noch nicht einmal der Anbieter selbst wüsste, wo die Daten zu einem beliebigen Zeitpunkt seien. Schuster sieht in Cloud Computing die Gefahr einer Unbeherrschbarkeit der Datenströme: der Kunde ist nach seinen Worten nicht mehr Herr seiner Daten. Soweit personenbezogene Daten im Spiel seien, sei es möglich, dass die Verarbeitung durch einen Dritten im Wege der Auftragsdaten-Verarbeitung erfolge. Dies sei aber nur möglich, wenn dies in EU-Ländern geschehe. Eine Lösung für dieses Datenschutz-Problem sieht Schuster u.a. in der Verschlüsselung der Daten oder einer Anonymiserung. In der Praxis müsse man sich wohl damit behelfen, dass Anbieter von Cloud Computng zusicherten, dass die Daten im Bereich der EU verblieben.

Grundsätzlich skeptisch ist Schuster für Cloud Computing und Software as a Service für Großkunden wie Telekom und die Bahn. Hier könne die Verfügbarkeit von Daten von existenzieller Bedeutung sein, von der Datenschutzproblematik völlig abgesehen. “Für sensible Daten und wichtige Anwendungen ist Skepsis angebracht,” so Schuster. Für ihn ist Cloud Computing ein typischer Hype, der aber “in sinnvollen Maßen kommen wird”. Wirklich neu sei der Begriff keineswegs,  bereits vor 20 Jahren habe schließlich bereits John Cage von Sun Microsystems den Satz geprägt” The network is the computer”. (my)

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