Archiv für Juli 2010

Auf allen Vieren nach Saarbrücken

Freitag, 30. Juli 2010

Die einen, wie der ehemalige bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber, erwarten in wenigen Jahren eine Fusion von Bundesländern, darunter auch des Saarlandes, während Politiker wie der saarländische Minister für Wirtschaft und Wissenschaft, Christoph Hartmann, das Saarland auffordert, es müsse endlich offensiver zu seinen Stärken stehen. Dazu zählt Hartmann insbesondere die Saarbrücker Informatik, von der er mit Stolz bemerkt.:”Jeder Deutsche, der Informatik studieren möchte, müsste auf allen Vieren nach Saarbrücken gekrochen kommen”, und ergänzt seine Ausführungen um die Feststellung über die Qualität der Forschungseinrichtungen auf dem Saarbrücker Campus: “Die gibt es in so einer Quantität und in so einer Qualität nirgends sonst in Deutschland.”

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Überragendes Presse-Echo auf Ankündigung von Saarbrücker Kryptographie Forscher Michael Backes

Mittwoch, 21. Juli 2010

Kaum hatte Innenminister Thomas de Maizière Ende Juni die Eckpunkte für eine deutsche Netzpolitik vorgestellt und sich darin für einen “digitalen Radiergummi” für das Internet ausgesprochen, überraschte nur wenige Tage danach der Saarbrücker Informatik Prof. Michael Backes die Fachwelt mit der Ankündigung eines Software-Prototyps, mit dem die Vision vom Verfallsdatum für digitale Daten im Internet endlich Wirklichkeit werden soll. Kein Wunder, dass die Saarbrücker Kryptographie-Forscher um den einst jüngsten deutschen Informatik Professor und dessen Nachwuchsforscher Markus Dürmuth und Sebstian Gerling mit ihrer Ankündigung in den deutschen Medien ein überragendes und durchweg positives Echo auslösten.  In seltener Einmütigkeit kommentierten Tages- und Fachmedien die Bemühungen der Saarbrücker Forscher, mit der die Selbstbestimmung im Netz endlich ein Stück näher rückt. Die Tragweite dieser  Entwicklung kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden, kann sie doch die Nutzung sozialer Netzwerke wie Facebook und Co. zukünftig grundsätzlich verändern: “Wir manipulieren nicht Facebook, sondern die Dateien,” bringt es Michael Backes auf den Punkt. Was den Ansatz der Saarbücker Informatiker so genial erscheinen lässt, ist die Tatsache, dass sich die Kontrolle über digitale Daten auf alle denkbaren Modalitäten wie Text, Bild, Video oder Graphik erstreckt. Dieser umfassende Ansatz ist sicher kein Zufall, ist Michael Backes als Principal Investigator doch Teil des am Saarbrücker Campus etablierten Exzellenz Clusters “Multimodal Computing and Interaction”, dessen Ziel nicht zuletzt darin besteht, Daten unterschiedlicher Modalitäten effizient und robust zu erfassen, zu verarbeiten und darzustellen. Mit dem in der Öffentlichkeit viel beachteteten Vorstoß von Michael Backes erhält der Exzellenz Cluster Ansatz jetzt eine innovative Erweiterung seiner eigenen Forschungsziele. Die Saarbrücker Informatik hat damit wieder einmal unter Beweis gestellt, dass sie zu Recht als “Pacemaker” der deutschen Informatikforschung gilt. (my)

Prof. Dr. Michael Backes

Presse-Quellen: www.sueddeutsche.de, www.welt.de, business-panorama.de, www.macnews.de, www.schattenblick.de, www.itespresso.de, www.dradio.de, www.nzz.ch, www.az-web.de, ww.maschinenmakt.de, www.fnp.de, www.netzwelt.de, www.computerwelt.de, www.krone.at

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Prof. Dr. Reinhard Wilhelm erhält Bundesverdienstkreuz am Bande

Montag, 19. Juli 2010

Prof. Dr. Reinhard Wilhelm

Der wissenschaftliche Direktor des Leibniz-Zentrums für Informatik, Prof. Dr. Reinhard Wilhelm, hat von Christoph Hartmann, saarländischer Minister für Wirtschaft und Wissenschaft, das Bundesverdienstkreuz am Bande erhalten. Damit wird einer der profiliertesten Professoren der Saarbrücker Informatik für seine beeindruckende Vita geehrt. Wilhelm erhielt die Auszeichnung anlässlich des Wissenschaftskolloquiums  “20 Jahre Informatikzentrum Schloss Dagstuhl”. Minister Hartmann sagte in seiner Begründung: “Prof. Dr. Reinhard Wilhelm hat entscheidend dazu beigetragen, dass sich das Saarland im Bereich Informatik international einen Namen gemacht hat. Sein Engagement hat zur Stärkung des Wirtschafts- und Wissenschaftsstandortes Saarland beigetragen und dafür danken wir ihm.” Wilhelm ist seit 1978 Professor für Informatik an der Universität des Saarlandes. Als einer seiner wichtigen Verdienste gilt sein Beitrag zur Vernetzung im Bereich Informatik. Außerdem hat sich unter seiner Ägide das LZI Schloss Dagstuhl zur weltweit ersten Adresse entwickelt, wenn es um Forschungsseminare im Fach Informatik geht. (my)

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Datenschutz als Kernthema bei “Cloud Computing” und “Software as a Service” Anwendungen

Freitag, 2. Juli 2010

Fragen des Datenschutzes werden zum Kernthema bei “Cloud Computing” und “Software as a Service”-Angeboten. Diese Meinung vertrat Prof. Dr. Fabian Schuster, Fachanwalt für IT-Recht  bei der Jahrestagung des Interdisziplinären Zentrums für Geistiges Eigentum auf dem Saarbrücker Uni-Campus. Schuster verwies auf die Tatsache hin, dass bei Cloud Computing Daten in die “Wolke verschoben” würden und gegebenenfalls noch nicht einmal der Anbieter selbst wüsste, wo die Daten zu einem beliebigen Zeitpunkt seien. Schuster sieht in Cloud Computing die Gefahr einer Unbeherrschbarkeit der Datenströme: der Kunde ist nach seinen Worten nicht mehr Herr seiner Daten. Soweit personenbezogene Daten im Spiel seien, sei es möglich, dass die Verarbeitung durch einen Dritten im Wege der Auftragsdaten-Verarbeitung erfolge. Dies sei aber nur möglich, wenn dies in EU-Ländern geschehe. Eine Lösung für dieses Datenschutz-Problem sieht Schuster u.a. in der Verschlüsselung der Daten oder einer Anonymiserung. In der Praxis müsse man sich wohl damit behelfen, dass Anbieter von Cloud Computng zusicherten, dass die Daten im Bereich der EU verblieben.

Grundsätzlich skeptisch ist Schuster für Cloud Computing und Software as a Service für Großkunden wie Telekom und die Bahn. Hier könne die Verfügbarkeit von Daten von existenzieller Bedeutung sein, von der Datenschutzproblematik völlig abgesehen. “Für sensible Daten und wichtige Anwendungen ist Skepsis angebracht,” so Schuster. Für ihn ist Cloud Computing ein typischer Hype, der aber “in sinnvollen Maßen kommen wird”. Wirklich neu sei der Begriff keineswegs,  bereits vor 20 Jahren habe schließlich bereits John Cage von Sun Microsystems den Satz geprägt” The network is the computer”. (my)

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